
Die neuen nationalen Stipendien könnten die Lücke zwischen wohlhabenden erfolgreichen Studenten und leistungsschwachen ärmeren Studenten erhöhen.
Im Oktober soll das nationale Stipedienprogramm nun umgesetzt werden. Die 160.000 besten Studenten Deutschlands sollen jeweils 300 Euro monatlich bekommen. Die letzten Male habe ich beim dem Thema ja schon an der fairen Umsetzung gezweifelt, denn wie will man an völlig unterschiedlichen Unis mit verschiedenen Dozenten und Professoren denn die Leistung der Studenten vergleichen? Etwa anhand der subjektiv gegebenen Noten?
Mal ganz abgesehen von diesem Dilemma macht Professor Andrä darauf aufmerksam, dass hier eigentlich eine Ungleichverteilung von Geld erfolgt. Denn gerade die Studenten mit herausragenden Leistungen scheinen oft auch aus gut situierten Familien zu kommen oder sowieso lukrative Nebenjobs zu haben. Ärmere Studenten mit schlechteren Leistungen werden demnach dann auch benachteiligt, da sie nichts von der Förderung bekommen.
Ob das nun gerecht ist oder nicht, hängt sicher davon ab, als was man das neue Stipendiensystem sehen will. Soll das System dazu dienen, die Studienbedingungen für die Studenten zu verbessern oder ein Studium überhaupt erst zu ermöglichen, klar dann ist das Ganze ungerecht. Aber wenn man das Stipendiensystem eher als Belohnung und Leistugnsausgleich sieht, dann passt die Vergabe natürlich wie die Faust aufs Auge.
Letztendlich ist für die Ermöglichung des Studiums ja auch das Bafög da. Von daher kann ich die Kritik von Professor Andrä nicht ganz nachvollziehen. Der einzige wahre Aspekt daran ist für mich, dass das Geld wahrscheinlich falsch angelegt ist. Eventuell hätte man von dem Geld auch Projekte an Unis finanzieren können, von denen alle Studenten etwas haben. Kostenloses Mittagessen oder ähnliches zum Beispiel.
[siehe auch: bildungsklick]
[Bildquelle: flickr]
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