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Ständig erreichbar

März 1st, 2010 · 2 Comments · Allgemein

Für Arbeitnehmer ist das Handy Fluch und Segen zugleich.

Auf heise.de gab es vor kurzem einen Artikel darüber, dass immer mehr Menschen ständig über Handy und Email erreichbar sind. Wenn das vom Chef genutzt wird, dann haben die Betroffenen, wenn sie nach Haus kommen nicht wirklich frei, sondern stehen so selbst am Wochenende für Rückfragen von Arbeit zur Verfügung. Dass das auf Dauer keine angenehme Situation ist, kann sich jeder selbst denken.
Was mir dabei auffiel war aber viel schlimmer, denn als Student befindet man sich häufig genau in dieser Situation. Egal wo man sich befindet und wieviel Uhr es ist, heutzutage ist es möglich fast alle Übungen online abzugeben oder seine Prüfungsergebnisse online abzurufen. Und so ist es auch keine Seltenheit, dass bei uns die Onlineübungsabgabe Sonntag 23:59 endet, weil montags eine neue Woche beginnt.
Als Student nimmt man oft Aufgaben mit nach Hause und so wird das Zuhause zu einem Arbeitsplatz an dem man nichtmehr entspannen kann.
Ein paar meiner Kommilitonen haben angefangen sämtliche Arbeit in die Uni-PC-Pools oder die Bibliothek zu verlagern und ich muss sagen, dass es bei denen gut klappt.
[siehe auch: arbeitsklima-unternehmenskultur]
[Bildquelle: flickr]

Tags: ·······

2 Comments so far ↓

  • KOM

    normalerweise sollte sich ein studium nicht wie arbeit anfühlen. ein wirklicher student, der an forschung interessiert ist, der kennt kein frei. ganz im gegenteil, er wird niemals entspannen wollen. aber das geht nur, wenn er selbstbestimmt sein studium gewählt hat und dessen verlauf selbst steuert.

  • Christian

    naja ein Studium kann meiner Meinung nach nur erfolgreich sein, wenn du genügend Ausgleich in deinem Leben schaffst. Allein durch die Forschung wirst du ja nicht glücklich, eine Freundin, ein gesundern Körper und Familie spielen natürlich auch eine wichtige Rolle. Diese Sachen stehen aber gerade oft im Gegensatz zur Tätigkeit an der Uni, wodurch das dann halt doch irgendwie sowas wie Arbeit wird für mich. Mir geht es zumindest so, dass ich meine Motivation nicht ohne Pause aufrecht erhalten kann, irgendwann brauch ich einfach Urlaub und mal ein paar Wochen komplett ohne intellektuelle Tätigkeiten, um danach wieder durchstarten zu können. Und kurze Pausen am Tag scheinen ja ähnlich wichtig zu sein, allein um die Konzentration aufrecht zu erhalten und wenn man halt ständig auf Abruf steht, dann entfallen die Entspannungsphasen auch. Irgendwie kompliziert, da steht die eigene Psyche und der Körper der Forschernatur im Weg ;)

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