Ich wusste schon immer, dass Architekten ganz ganz böse Menschen sind
Nein, Scherz beiseite, in Hannover gibt es jetzt ein Modul im Architekturstudiengang das diesen Namen trägt. In der Veranstaltung geht es darum, innerhalb von Hannover Eingriffe an der Architektur vorzunehmen, die zwar nicht von Dauer sind, aber die Aufmerksamkeit der Menschen zumindest kurze Zeit auf sich ziehen.
Unter anderem haben die Studenten versucht aus einer U-Bahn-Haltestelle einen kleinen Strand zu machen, Nebel aus einer Tür strömen zu lassen, Skulpturen einzuwickeln und ein Labyrinth aus Schuhabdrücken anzufertigen. Genialerweise wird hier auch zugegeben, dass natürlich nicht für alles eine Genehmigung vorlag. Das passt eigentlich gar nicht so zur rigiden deutschen Universität, daher ist das mal eine frische Überraschung und zeigt uns, was es für tolle Module gibt, die man als Architekt belegen kann.
Zur Verteidigung der Dozentin, die den Kurs abhält muss man gestehen, dass sie ihren Studenten ja auch erklärt hat, dass es nicht um die Zerstörung öffentlichen Eigentums geht, sondern nur darum, Aufmerksamkeit zu erregen. Allerdings muss man auch damit rechnen, dass einige Schäden entstehen, wenn man Studenten zu Kreativität aufruft. Zumindest ist das mal eine positive Form von Vandalismus, hier im Osten kennt man ja sowieso nur unleserliche Graffitis von Minderjährigen als Vandalismus.
[siehe auch: spiegel-online]
[Bildquelle: architekturguerilla]


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