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Studium für alle

August 27th, 2010 · Allgemein

Auch im Alter kann man noch studieren.

Ja man glaubt es kaum, aber es gibt zum Beispiel auch Senioren, die an einem Studium interessiert sind oder sich zumindest an der Uni weiterbilden wollen.

Im Alter hat das Studium natürlich eine ganz andere Bedeutung als für die jungen Studenten, denn die Senioren wollen ganz ungezwungen studieren, lernen sie doch meist nicht für einen Beruf, sondern für ihr eigenes Leben. Deshalb ist es eigentlich heutzutage schwer an einem richtigen Studium teilzunehmen, denn durch das Bachelor/Master-System gibt es natürlich inzwischen sehr enge zeitliche Grenzen in denen studiert wird.

So schrecken viele davor zurück, tatsächlich das Studium als Vollzeitjob zu wagen. Glücklicherweise haben viele Universitäten das aber auch erkannt und verschließen sich nicht, so gibt es ja seit langem schon Gasthörer an Unis, die nicht nur durch Austauschprogramme zu den Unis kommen, sondern auch einfach durch Werbung in der Öffentlichkeit gewonnen werden. Als Gasthörer kann man genauso wie alle Studenten an den Vorlesungen teilnehmen und muss dafür halt nur einen kleineren Geldbeitrag zahlen, um die Lehre mitzufinanzieren.

Manche Universitäten verhalten sich da vorbildlich und bieten inzwischen schon Gasthörerkarten und spezielle Seniorenprogramme an, ganz vorn dabei sind schon länger die Berliner Universitäten.

[siehe auch: po]

[Bildquelle: flickr]

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Warum Semesterferien so lang sind

August 26th, 2010 · Allgemein

As Student könnte man prinzipiell jeden Sommer 8 Wochen auf Malle verbringen.

Viel zu lang um ehrlich zu sein. Im Durchschnitt haben die Studenten 8 Wochen vorlesungsfreie Zeit und das kommt nicht nur mir so unendlich lang vor. Ergebnis dieses langen Scheinurlaubs ist es, dass Studenten für faul gehalten werden und sich selbst sogar ans Nichts-Tun gewöhnen. Kaum vorzustellen, wie hart es ist, am Anfang der Vorlesungszeit wieder alle Tage in der Woche intensiv zu arbeiten, wenn man so lange nichts getan hat. Die Regelmäßigkeit der Semesterferien trägt dann noch den Rest dazu bei, um das Arbeitsverhalten vieler Studenten komplett zu zerstören.

Dabei ist die vorlesungsfreie Zeit eigentlich gar nicht zum Müßiggang gedacht. Vielmehr ist die Zeit tatsächlich nötig, wenn man etwaige Pflichtpraktika nich innerhalb der Vorlesungszeit, sondern in den Ferien erledigen will, da diese meist mindestens 2 Monate dauern müssen. Zudem soll diese Zeit natürlich auch der Weiterbildung und Vorbereitung aufs Studium dienen. So ist es durchaus nicht selten, dass manche Praktika in der vorlesungsfreien Zeit stattfinden.

Auch Meet&Greets mit zukünftigen Arbeitsgebern finden oft in  dieser Zeit statt und werden viel zu wenig genutzt.

Mit Absicht wird die vorlesungsfreie Zeit nicht als Semesterferien bezeichnet, denn eigentlich haben wir Studenten nie Ferien, denn wenn man wirklich erfolgreich studieren will, muss man sein Studium leben und dafür ist wie beschrieben nunmal auch die lange vorlesungsfreie Zeit nötig.

[siehe auch: ck]

[Bildquelle: flickr]

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Musikmanagement in Krems

August 25th, 2010 · Allgemein

Auch Musiker brauchen Manager

Das ist dioch mal wieder ein lustiger Studiengang, Musikmanagement an der Uni in Krems. Das 5 Semester dauernde Studium, an dessen Ende ein Master of Arts steht kostet dafür aber auch fast 12.000 Euro und der Inhalt ist eigentlich schon im Titel enthalten.

Das Studium soll wohl die Lücke abdecken, die es zwischen Musik und BWL gibt, also alle ökonomischen Aspekte, die es in der Musikbranche so gibt. Bleibt natürlich die Frage, ob das ein Job ist, den am Ende jemand haben will, so wie die Musikbranche rumkränkelt und mit der aktuellen Situation auf dem Markt nicht zurechtkommt ist es auch fragwürdig, ob es viel Zukunft in der Branche gibt.

Der größte Wert des Lehrgangs besteht sicher nur in dem Titel, nicht im gelernten, des hauptsächlich wird man hier auch wieder den Titel bezahlen, die Aufgaben, die einen in diesem Arbeitsumfeld erwarten könnte man sicher als BWLer oder Quereinsteiger ähnlich gut erledigen und sich zuletzt auch noch die 12000 Euro sparen, die das Ganze kostet. Glücklicherweise gibts auch ein Stipendium von einem österreichischen Radiosender dazu.

Trotzdem mal wieder schön von einem neuen Studiengang im Musikbereich zu lesen, allzu oft habe ich das Gefühl es gäbe nur Naturwissenschaften und BWL an den Unis in Deutschland.

[Bildquelle: flickr]

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Zelte statt Säale

August 24th, 2010 · Allgemein

So schön sehen die Zelte in Paderborn ja nichtmal aus wie die hier.

Huiuiui, das ist mal wirklich hart. An der Uni Paderborn plant man für den Winter wohl aufgrund der verschärften Raumsituation Zelte aufzustellen, in denen gelehrt werden soll.

Offensichtlich hat man verschlafen, zeitig genug auf die steigenden Studentenzahlen zu reagieren und ist mit dem Bau neuer Gebäude im Verzug. Zwar ist es schon positiv zu bewerten, dass man sich Gedanken gemacht hat und wenigstens irgendeine Lösung anbietet, aber das sind halt wirklich nur Zelte.

Ich meine, überlegt euch mal wie ihr euch vorkommen würdet, wenn ihr zur Vorlesung in oktoberfestähnlichen Gebäuden erscheinen dürftet, keine gerade angenehme Sache, hat irgendwie was von Flüchtlingslager oder halt Bierzelt.

Paderborn ist aber durchaus nicht die einzige Universität mit Raumproblemen, aufgrund der Abiturjahrgänge bei denen die Abiturzeit auf 12 Jahre gekürzt wurde kommen im Moment mehr Studenten als je zuvor zu den Unis und diese fangen genau jetzt an zu bauen. Aber was wird eigentlich passieren, wenn dieser Boom wieder weg ist und die Studentenzahlen wieder auf das vorige Niveau zurückgehen, lohnen sich dann die neu gebauten Gebäude überhaupt noch oder wird dann abgerissen oder wieder über Studiengebühren nachgedacht.

Naja, es sind ja Unis, da kann man bestimmt soweit vorrausdenken, oder nicht?

[siehe auch: isitjustme]

[Bildquelle: flickr]

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Gehirndoping – continued

August 23rd, 2010 · Allgemein

Rosenduft hilft dem Gedächtnis auf den Sprung.

Auf der immer währenden Suche nach dem Wundermittel, das unsere Gedächtnisleistung erhöht und dem Körper nicht schadet bin ich auf ein paar ältere Forschungsergebnisse gestoßen, die mich doch überrascht haben. An der Uni Lübeck hat man Forschungen über den Zusammenhang von Rosenduft und der Gedächtnisleistung von Testpersonen duchgeführt.

Dazu wurden den Testpersonen während des Spielens eines Memoryspiels der Duft dargeboten um das Erlernen der Kartenpaare zu erleichtern. Durch das verbreiten des gleichen Duftes während der Schlafphasen der Personen wurde die Wirkung wohl noch einmal verstärkt und danach hatte sich die Leistung im Bezug auf das Memory-Spiel stark erhöht.

Was sagt uns das also? Düfte können offensichtlich unser Lernverhalten beeinflussen. Vielleicht sollte ich demnächst mal einen Selbstversuch starten, im Winter ein paar Räucherstäbchen mit angenehmem Geruch anzünden und auf zum Lernen. Nur in der Nacht sind Räucherstäbchen natürlich gefährlich, vielleicht fällt mir ja noch was besseres ein.

Prinzipiell ist es glaube ich aber immer eine gute Idee, möglichst viele verschiedene Reize während des Lernens darzubieten, denn stupides trockenes Auswendiglernen funktioniert bei fast keinem Student optimal. So sollte statt dem Duft oft auch schon ruhige Musik reichen, oder das Lernmaterial auf verschiedenen Medien wahrzunehmen, sich zum Beispiel von jemandem vortragen zu lassen.

[Bildquelle: flickr]

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Betreuungsverhältnis im Saarland

August 22nd, 2010 · Allgemein

Das Saarland hat auch ein schönes Betreuungsverhältnis.

Da denkt man immer, das beste Betreuungsverhältnis müsste es im goldenen Osten geben, am HPI in Potsdam oder BTU in Cottbus, aber nein weit gefehlt, das beste Betreuungsverhältnis an den Unis gibts im Saarland und der Osten schließt irgendwie gar nicht gut ab.

Komischerweise passen die Zahlen aus dem Artikel von ratschlag24 gar nicht zu meinen persönlichen Erfahrungen. Viel zu viele große Unis die ich im Westen schon besucht hab, haben eion gefühltes Betreuungsverhältnis von 1:100 in den meisten Hauptveranstaltungen, während die in Brandenburg ansässigen Unis oftmals sogar in Hauptveranstaltung kaum mehr als 10 Studenten beherbergen.

Komische Sache, aber Statistiken soll man ja auch nicht immer glauben schenken.

[Bildquelle: flickr]

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Ob sich der Master lohnt

August 21st, 2010 · Allgemein

Das Geld kacht auch den Bachelorabsolventen.

Klar, für einen echten Wissenschaftler ist das keine Frage, der Master lohnt sich allein schon wegen dem Wissen, das man während des Studiums erlangt, schaun wir heute aber mal genauer aufs Geld.

Gehen wir nach dem Gehaltsreport von spiegel, so liegt der Unterschied im Einstiegsgehalt zwischen Bachelor und Master bei etwa 4000 Euro pro Jahr und vergrößert sich nach 5 bis 10 jahren auf etwa 8000 Euro pro Jahr. Das ist natürlich pro Studiengang dann noch unterschiedlich und teils auch Verhandlungssache, aber das soll hier auch nur eine kleine Beispielrechnung werden.

Geht man davon aus, dass man etwa 2 Jahre mehr für den Master studieren müsste und dabei als Bachelor trotzdem in etwa mindestens 35000 Euro pro Jahr verdient, dann müsste man im Anschluss an das Masterstudium mehr als 70000 Euro wieder aufholen im Gegensatz zum Anfänger mit Bachelorabschluss. Bei 4000 Euro Differenz pro Jahr wären das mehr als 17 Jahre, die man fürs Aufholen bräuchte, da die Differenz aber ansteigt, kann man sicher eher mit rund 10 Jahren rechnen, bis sich der Abschluss wirklich lohnt. Ab der Zeit macht man dann aber natürlich 4000 Euro gut für jedes Jahr. Man könnte bis dahin natürlich aber auch seinen Master im Fernstudium nachgeholt haben.

Geht man also nur nach dem Geld(und vorrausgesetzt meine kleine Beispielrechnung ist nicht allzu falsch) scheint der Bachelor viel lohnenswerter als der Master zu sein.

[siehe auch: ratschlag24, ojaregensburg]

[Bildquelle: flickr]

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Finanzierungsmodelle – Arbeit

August 20th, 2010 · Allgemein

Als Student einer Naturwissenschaft bietet sich oft die Chance einen Tutorjob anzunehmen.

Und schon folgt die ehrlichste Form der Studienfinanzierung, die es gibt, selbst für sein Geld arbeiten. Oh und ich hör schon Eltern und Studienberater ankommen und rumkreischen “Nein mein Kind, wenn du während des Studiums arbeitest, wirst du ja nie fertig.” Da kann ich nur sagen, Unsinn! Man braucht vielleicht länger und bekommt vielleicht auch schlechtere Noten, aber Who cares? Dafür bekommt man das gute Gefühl, selbst für sein Geld zu arbeiten, Berufserfahrung, einen Ausgleich zum Studium und eventuell bei einem zum Studium passenden Job auch noch Wissen, das einem im Studium weiterhelfen kann.

Bei McDonalds oder Subway zu arbeiten ist dann natürlich die schlechteste Form von Beschäftigung, besser sucht man sich abhängig von seiner Studienrichtung einen passenden Job, Medienstudenten im Copyshop, Naturwissenschaftler beim Frauenhofer oder an Forschungsinstituten und Philosophen als Taxifahrer.

Noch besser ist es natürlich, wenn man einen begehrten Tutorjob an der Uni bekommt, die sind normalerweise pauschal nach Zeit bezahlt, die man allerdings oft nicht komplett ableisten muss, sondern eher eine Schätzung der Arbeitszeit ist, und verbindet so die Uni mit der Arbeit. Bei Tutorjobs bringt man zwar hauptsächlich anderen Leuten etwas bei, lernt aber auch selbst den vermittelten Stoff viel besser zu verstehen.

Uninahe Jobs zur Lebensfinanzierung, das habe ich oft erfolgreich ausprobiert und kann es nur weiterempfehlen.

[siehe auch: if]

[Bildquelle: flickr]

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Gute Nachrichten für Dresden

August 19th, 2010 · Allgemein

Manchmal ist der ÖPNV doch besser als das Fahrrad.

Auch das muss mal wieder sein, profane aber dafür gute Nachrichten. Auch in Dresden gibts jetzt ein Semesterticket für das ganze Bundesland, die Studenten dort können also zukünftig in ganz Sachsen sämtliche öffentliche Verkerhsmittel nutzen. Da das Ticket in Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn entstanden ist, ist auch zu erwarten, dass demnächst noch mehr sächsische Unis das Ticket anbieten.

Bei dieser Gelegenheit mache ich auch noch gleich mal Werbung für die ostdeutschen Unis, hier sind die Semestergebühren wirklich unwahrscheinlich niedrig. In Dresden bezahlt man ungefähr 200 Euro pro Semester und dafür sind glaube ich schon circa 140 für das Semesterticket, ähnlich sieht es auch in Berlin und Brandenburg aus, also eine wirklich billige Sache hier und die Studenten haben auch noch was davon.

Natürlich gibt es immer wieder Leute, die auch gerne das Semesterticket ganz weglassen würden, aber das wäre natürlich entgegen dem Solidaritätsprinzip und ist also generell nur in Härtefällen möglich. Auch für die Studenten, die das Ticket nicht unbedingt nutzen müssen um nach Haus zu fahren, lohnt es sich doch, wenn man in der Freizeit mal irgendwo hinfahren kann oder für den täglichen Weg zur Uni einfach mal den Bus statt das Fahrrad nehmen kann.

[siehe auch: dnn]

[Bildquelle: flickr]

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Nach dem Bachelor

August 18th, 2010 · Allgemein

Master Yoda musste zum Glück keine Eingangshürden bewältigen.

Wie gut muss man seinen Bachelor abschließen, um zum Master weiterstudieren zu können? Diese Frage klären die Unis im Moment für sich allein und die Antworten reichen von “völlig egal” bis “mindestens mit Abschlussnote 1,irgendwas”.

Kann das richtig sein? Wie können doch auch recht subjektiv vergebene Noten darüber entscheiden, ob man weiterstudieren darf oder nicht, sollte nicht allein das Bestehen reichen?

Zumindest bei mir an der Uni gibt es etwas, das sich Komplexprüfung nennt, sozusagen als Alternative zur guten Note. Ist die eigene Bachelornote nicht besser als 2,3, dann wird man von einem Ausschuss der Fakultät über den Inhalt des gesamten Bachelorstudiums geprüft.

Viele andere Unis benutzen diese Zugangsbeschränkung zum Master, um ihre begrenzten freien Masterstudienplätze nicht zu überfüllen und dass das nicht richtig sein kann ist wohl allen klar. Genau deshalb hat die Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft jetzt sowohl Bund als auch Länder dazu aufgefordert, Klarheit und eine gesetzliche Grundlage für den Zugang zu den Masterstudiengängen zu schaffen, sicher auch eine Auswirkung der letztjährigen Bildungsstreiks.

[siehe auch: bildungsklick]

[Bildquelle: flickr]

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